Wenn Sie jemals eine 35-mm-Filmrolle in eine Kompaktkamera oder eine automatische Spiegelreflexkamera eingelegt haben, „kannte“ Ihre Kamera wahrscheinlich sofort den ISO-Wert des Films. Kein manuelles Wählen, keine Menüeinstellung – einfach klicken und schießen. Das ist einem kleinen, aber wirkungsvollen Detail auf Ihrem Filmbehälter zu verdanken: dem DX-Code.
Aber was genau ist ein DX-Code? Und wussten Sie, dass Sie es tatsächlich hacken können?
Lassen Sie es uns aufschlüsseln.

Was ist der DX-Code?
Der DX-Code (Digital indeX) ist ein Muster aus silbernen und schwarzen Quadraten, das auf der Seite Ihres 35-mm-Filmbehälters aufgedruckt ist. Dieser Code wurde in den 1980er Jahren eingeführt und sagt Ihrer Kamera drei wichtige Dinge:
- Filmempfindlichkeit (ISO)
- Anzahl der Aufnahmen (24 oder 36)
- Belichtungsspielraum (Toleranz für Über-/Unterbelichtung)
Die meisten automatischen Analogkameras – insbesondere Kompaktkameras – lesen diesen Code mithilfe kleiner Kontakte in der Filmkammer. Die Kamera stellt dann automatisch den ISO-Wert und die Bildanzahl basierend auf dem DX-Code ein.
Sie müssen nichts selbst einstellen. Einfach, oder?
Aber warum sollten Sie es hacken?
Weil Sie nicht immer möchten, dass die Kamera wählt.
Vielleicht fotografieren Sie mit der Cinestill 800T, möchten diese aber für bessere Schattendetails mit ISO 500 bewerten. Möglicherweise schieben oder ziehen Sie den Film und müssen die automatische Einstellung außer Kraft setzen.
Wenn Sie mit Ihrer Kamera den ISO-Wert nicht manuell ändern können, ist der DX-Code Ihre einzige Möglichkeit, die Kontrolle zu übernehmen.
Hier kommt das Hacken von DX-Code ins Spiel.

So hacken Sie den DX-Code (ohne Ihren Film zu beschädigen)
Alles was Sie brauchen ist:
- Schwarzes Isolierband
- Eine Schere oder ein Locher
- Ihre Filmrolle
Der DX-Code ist ein Raster bestehend aus zwei Zeilen und sechs Spalten (12 mögliche Kontaktpunkte). Die obere Reihe bestimmt die ISO-Empfindlichkeit. Jedes schwarze (nicht leitende) oder silberne (leitende) Quadrat repräsentiert ein binäres Signal. Indem Sie bestimmte Kontakte abdecken oder freilegen, können Sie Ihrer Kamera vorgaukeln, dass es sich um einen anderen ISO-Wert handelt.
- Möchten Sie Ihren 400-ISO-Film mit 100 ISO aufnehmen? Decken Sie die richtigen Quadrate ab.
- Möchten Sie Ihren ISO-Wert von 200 auf 800 erhöhen? Eröffnen Sie bestimmte Kontakte.
Profi-Tipp von Berlin Photo Studio
Wir lieben es, diesen Trick in unseren Filmworkshops zu lehren, und wir ermutigen unsere Kunden, ihn auszuprobieren – insbesondere bei der Aufnahme von Filmrollen wie Kodak Vision3 oder Experimentalfilmen wie Foma Retropan.
Denken Sie daran: Das Hacken des DX-Codes ändert nichts an der tatsächlichen Empfindlichkeit Ihres Films, sondern sagt Ihrer Kamera nur, wie sie messen soll. Stellen Sie also sicher, dass Sie Ihren Film auch entsprechend entwickeln (Push oder Pull), damit er dem ISO-Wert entspricht, mit dem Sie aufgenommen haben.
Immer noch unsicher? Kommen Sie und sprechen Sie mit uns!
Wenn Sie neugierig auf das Hacken von Filmen sind, sich aber unsicher fühlen, schauen Sie im Laden vorbei. Gerne zeigen wir Ihnen, wie DX-Codes auf echten Rollen funktionieren – oder noch besser: Nehmen Sie an unserem nächsten Workshop zur analogen Fotografie teil.
Wir haben sogar leere DX-Aufkleber im Angebot, wenn Sie bei Ihren ISO-Optimierungen professionell vorgehen möchten. Und natürlich sind alle unsere Alien-Film-, Cinestill- und Experimentalfilme mit eindeutigen DX-Codes ausgestattet – oder bei Bedarf mit benutzerdefinierten Codes.
Letzte Gedanken
In der digitalen Welt laufen die Dinge automatisch ab. Aber bei der Filmfotografie haben Sie die Kontrolle – auch wenn Ihre Kamera denkt, sie sei schlauer als Sie. Das Erlernen der Verwendung (und Manipulation) des DX-Codes ist ein weiterer Schritt zur Beherrschung der analogen Fotografie.
Also machen Sie weiter: Schneiden, decken, hacken – und gezielt schießen.
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